Fahrstuhl kaputt

Sie kennen das sicher. Beim ersten Umzug aus der elterlichen Wohnung war ein Fahrstuhl für die Wahl der neuen Wohnung uninteressant. Vierte Etage? Egal. Jugendliche Beine hält nichts auf. Jeder Gang macht schlank. Aber dann! Die nächste Wohnung schon mit Kinderwagen und dickem Einkauf. Später mit zunehmendem Alter kommen dann die Knie und der Rücken. Ein Fahrstuhl spielt bei der Wahl der Wohnung eine ganz andere Rolle. Sie verlassen sich auf einen funktionstüchtigen Aufzug. Und wenn der Fahrstuhl kaputt ist?

Fahrstuhl kaputt? Mangelbeseitigung!

Das leuchtet jedem ein: Drängen Sie zunächst auf Mangelbeseitigung. Wenn Sie auf den Fahrstuhl angewiesen sind, ist sein Ausfall ein großes Ärgernis. Hier sollten Sie nicht lange fackeln. Mietminderung – dazu unten mehr – mag ein Schwert sein, um den Vermieter unter Druck zu setzen. Doch nicht wenige Vermieter rechnen Instandsetzung des Fahrstuhls gegen die Mietminderung und kommen auf ein für sie akzeptables Ergebnis. Und dann passiert nichts. Lassen Sie hier keine Zeit verstreichen und schreiben eine Mangelanzeige. In einem solchen Fall können Sie die Frist in unserer Vorlage durchaus auf eine Woche abkürzen. Sie können zu Beschleunigung den Text auch für eine Mail verwenden oder die Anzeige via Fax versenden.

Sollte der Vermieter untätig sein, kann der Vermieter gemahnt werden. Sie können danach auch den Auftrag zur Reparatur androhen. Bei weiterer Untätigkeit können Sie die Reparatur durchführen lassen und das Geld vom Vermieter verlangen. Natürlich bleibt Ihnen nach Ablauf einer ersten Frist zur Reparatur auch der klassische Weg über eine Klage auf Instandsetzung.

Mietminderung bei kaputtem Aufzug

Freilich liegt ein Mangel gemäß § 536 BGB vor, wenn der Fahrstuhl kaputt ist. Denn wenn ein Fahrstuhl Vertragsbestandteil ist, liegt im Ausfall ein Abweichen vom vertragsgemäßen Zustand vor. Die genaue Mietminderungsquote variiert in der Rechtsprechung. Teilweise wird auf die Geschosslage abgestellt, wie es zum Beispiel das Amtsgericht Bremen (Urteil vom 4. 12. 1986, 10 C 300/86) tat und im fünften Stock eine Minderung von 7,5 % zusprach. Der Mieter war ein Student.

Es können jedoch weitere subjektive Faktoren hinzu kommen. Denn die Beeinträchtigung kann besonders hoch sein, wenn man auf den Fahrstuhl angewiesen ist. Dann wird auch eine höhere Minderung möglich sein. Auch bei Lärmbelästigung durch einen Aufzug ist eine Mietminderung möglich.

Zu einer genauen Einschätzung nutzen Sie einfach unseren Service.

 

 

2017-10-25T19:02:11+00:00